Kollektive Schuld, Scham, Sünde, Schulden, Geld & Kasteiung

Bist Du in Scham befangen? Willst Du Dich verschulden? Kasteist Du Dich selbst? Fühlst Du Dich für schuldig?

Jörg Fuhrmann´s Vortrag auf dem Aktionstag "Transgeneratives & transgenerationales Trauma in Familien sowie dessen Folgen" u.a. mit der Autorin Ingrid Meyer-Legrand - organisiert von Marion Hendreich - handelt von den Themen "Kollektive Schuld | Scham, Sünde, Schulden, Geld, Selbstkasteiung, Schuldkomplex & Helferkomplex", welche wir gerade in Deutschland recht häufig antreffen können. Der Vortrag versucht nicht irgendeine "deutsche Schuld" zu relativieren oder mit dem Schuldigwerden anderer Kulturen/ Nationen zu vergleichen - die ist ohnehin sinnlos, da jede "Schuld" und jedes Leid grundsätzlich immer für sich selbst steht - sondern Anregungen zu geben, wo bspw. eigene Schuldgefühle herkommen können, obwohl man selbst bspw. lange nach den zwei Weltkriegen geboren ist. Ferner zeigt der Vortrag Mechanismen und Folgen auf, welche kollektiv verordnete Schuld - bspw. über frühe Traumatisierung mittels überwältigender/ traumatischer Bilder - erst ermöglicht. Die damit verbundenen Folgen, wie bspw. des Abgeschnittenseins vom eigenen Selbst und den eigenen Vorfahren oder der eigenen Kultur, sind freilich auch auf anderen Wegen erreichbar - so oder so ist eine Entwurzelung, ein Gefühl der Isolation und ein enormes Maß an Suggestibilität die Folge, wie sie bspw. auch in Diktaturen jedweder Art gewünscht ist. Im Falle Deutschlands könnte es bspw. hilfreich sein, auch das Leid der deutschen Bevölkerung durch menschenrechtswidrige Formen der Kriegsführung gegen die Zivilbevölkerung (in, zwischen und nach den Weltkriegen) zu würdigen und die alliierten Kriegsgräuel ebenso zu benennen und alliierte Propaganda sowie das geostrategische Interesse alliierter Mächte vor und im Verlauf der zwei Weltkriege umfassend zu thematisieren. In den letzten Jahren erscheinen - zum Glück - diesbezüglich zunehmend mehr Berichte und Artikel, bspw. zu den millionenfachen Vertreibungen und Enteignungen deutscher Familien sowie den zigtausendfachen alliierten Vergewaltigungen. Dies setzt sich - genau wie die Vergehen der eigenen Vorgahren - u.a. epigenetisch und systemisch in den heutigen Familien und Kriegsurenkeln fort, in der Regel ohne, dass diese es wissen und ohne, dass ein entsprechender Kontext hergestellt werden kann. Doch das Thema der "Schuld" ist weitaus älter und reicht im Grunde zurück, über die Ablassbriefe der Kirche, bis in die Prähistorie.

31. Dezember 2019

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