Warum Dir Deine "Spiritualität" nicht hilft...

Manchmal schaffen spirituelle Überzeugungen, Haltungen und Praktiken mehr Probleme, als dass sie helfen.

Da wir am freiraum-Institut eine transpersonale Ausrichtung pflegen ist das Thema "Spiritualität" bei uns alles andere als ein Fremdwort o. als etwas Anrüchiges. Jedoch stelle ich immer wieder fest, dass eine vermeintliche "Spiritualität" auch als Flucht vor dem was Hier und Jetzt gegenwärtig ist benutzt werden kann und benutzt wird, von Menschen die entsprechende Konzepte in sich tragen und unbewusst auf diese fixiert sind. Fritz Perls, der Begründer der Gestalttherapie sprach diesbezüglich bspw. vom "Spiritual-Super-Ego(-Top-Dog)". Häufig handelt es sich dabei um Menschen, die keinen traditionellen Übungsweg (wie bspw. Zen, Mystik, Vipassana, Yoga, Qi-Gong, Yoga, Schamanismus etc.) unter qualifizierter Anleitung verfolgen und sich eher kognitiv in ihren Konzepten verloren haben. Doch hin und wieder sind es auch Menschen, die auf traditionellen Wegen unterwegs sind und diese dann benutzen um "Realität" und Begegnung o. Kontakt zu vermeiden. So hatte ich bspw. einmal ein Paar in der Beratung, wo einer der beiden sich unentwegt, wenn es irgendwie schwierig wurde, aus dem Kontakt herauszog und für Stunden o. gar Tage zu Meditieren begann. Dabei hatte nicht nur der andere Partner das Nachsehen, sondern sogar auch die eigenen Kinder. Für mein Verständnis handelt es sich dabei eher nicht um "Spiritualität" im eigentlichen Sinne, sondern eigentlich um die Vermeidung davon - oder wenn man es dualistisch aussprechen wollen würde: um das genaue Gegenteil. Ich schließe mit einer Aussage meines Lehrers Willigis Jäger: "Ein spiritueller Weg, der nicht zurück in den Alltag führt ist ein Irrweg."

10. Februar 2019

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